Cipriani

Cipriani

Wir sitzen in dem Restaurant Cipriani, wir haben einen Ausflug nach Torcello gemacht, um das große Mosaik in der Kirche Santa Maria Assunta zu betrachten. Um uns herum, in der Sonne, eine ruhige gelassene Geschäftigkeit. Wir spüren den leichten Wind auf der Haut. Wir trinken einen ersten Schluck eines kühlen Weins, wir geben unsere Bestellung auf und nach einer Weile sehen wir den Küchenjungen, Kräuter im nebenan gelegenen Garten schneiden. Das wird ein köstliches Essen werden.

Das Gespräch geht über die Darstellung des Paradieses und der Hölle in dem großen Mosaik der Kirche, und daß die Hölle mehr beeindruckt als das Paradies.

Ein Herr Göthe könnte uns Auskunft geben, über die Wiederentdeckung der klassischen Formen oder über die Pflanzenfamilien, über die Urpflanze, über die Glasindustrie auf der Nachbarinsel, oder er könnte uns erklären, wozu eine Quarantäne gut ist.

Dann sagt Anselm Stalder, dessen Beitrag zur Biennale am nächsten Tag zu sehen sein wird: „Du willst nur eine Körperhülle machen, und du schlägst alles kaputt rundum“.

Diesen Satz habe ich zitiert in einem Text. Der Satz kann für sich alleine stehen, er hat seine Bedeutung. Doch nun spüre ich, daß er durch die Szene, in dem er gesagt wurde, einen zusätzlichen Resonanzraum gewinnt.

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